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Weichen für die Zukunft gestellt: Klausurtagung des CCC-MV in Ulrichshusen

Wie kann die Krebsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern langfristig noch besser, innovativer und regional tragfähig gestaltet werden? Bei der Klausurtagung in Ulrichshusen wurden zentrale Herausforderungen analysiert und gemeinsame Ziele für die kommenden Jahre festgelegt.

 

Das landesgeförderte Comprehensive Cancer Center Mecklenburg-Vorpommern (CCC-MV),
2020 von den Universitätsmedizinen Greifswald und Rostock gegründet, verfolgt das Ziel, in
Mecklenburg-Vorpommern eine moderne, multidisziplinäre und wissenschaftlich fundierte
Krebsversorgung zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund trafen sich am 20. und 21.
November 2025 etwa 70 Teilnehmende zur Klausurtagung in Ulrichshusen, um die
strategischen Schwerpunkte für die kommenden Jahre weiterzuentwickeln. Der wichtigste
Aspekt dabei war, Ziele nicht nur zu benennen, sondern in konkrete Aufgaben,
Zuständigkeiten und Zeitpläne zu überführen. Wesentlich unterstützt wurde das CCC-MV
dabei von einem international besetzten externen Beratergremium.


Zum Einstieg der Tagung zeichneten die Verantwortlichen ein klares Bild davon, wo das CCC-
MV aktuell steht und welche Kennzahlen für die Weiterentwicklung entscheidend sind. Im
Anschluss rückten die wissenschaftliche Ausrichtung und der Ausbau der translationalen
Onkologie in den Mittelpunkt. Dieser Bereich hat das Ziel, Forschungsergebnisse aus dem
Labor schneller und systematischer in die klinische Versorgung zu übertragen, sodass neue
diagnostische und therapeutische Ansätze früher beim Patienten ankommen. Darüber hinaus
spielten die regionale Vernetzung, die klinische Studienlandschaft sowie der Ausbau der
multidisziplinären Versorgung eine zentrale Rolle. Zudem stand die Einführung eines
zentralen onkologischen Datenmanagements im Fokus, das künftig eine engere Verbindung
von Versorgung, Forschung und Qualitätssicherung ermöglichen soll.


Am zweiten Tag arbeiteten die Teilnehmenden in sechs Arbeitsgruppen vertiefend an den
Themen des Vortags. Dabei ging es sowohl um die weitere strategische Ausgestaltung als
auch um die Frage, was das CCC-MV im Vergleich zu anderen Zentren besonders auszeichnet.
Die Gruppen formulierten konkrete nächste Schritte; die Ergebnisse wurden im Plenum
zusammengeführt und bildeten die Grundlage für eine erste gemeinsame Roadmap, die die
wichtigsten Aufgaben und Prioritäten für die kommenden Monate und Jahre festlegt.
Die Klausurtagung zeigte damit nicht nur, welche Aufgaben vor dem CCC-MV liegen, sondern
führte auch zu klaren Prioritäten, greifbaren Ergebnissen und einer gemeinsamen
strategischen Basis für die weitere Entwicklung des Zentrums.